< Trübe Aussichten am EU-Schweinemarkt
06.05.18 22:00 Kategorie: markttipps, Markttips

Milch und Frischprodukte im Laden günstiger, Butter legt weiter zu


Anfang Mai hat der Lebensmitteleinzelhandel die Preise für Konsummilch und Milchfrischprodukte im Preiseinstiegssegment deutlich gesenkt. Zeitgleich wurden die Ladenpreise für abgepackte Butter weiter angehoben. Diese entgegengesetzten Entwicklungen sind im Wesentlichen mit den unterschiedlichen Kontraktlaufzeiten der Produkte und dem Marktverlauf seit dem vorherigen Verhandlungstermin geschuldet.

 

Nach einer kurzfristigen Abschwächung über den Jahreswechsel

befinden sich die Butterpreise wieder im Aufwärtstrend. Durch die

kurzen Kontraktlaufzeiten zwischen Molkereien und Handel von

zumeist nur einem oder zwei Monaten folgen die Preise von

Formbutter sehr zeitnah den Entwicklungen am Markt für Blockbutter.

So konnten die Molkereien im Zuge des sehr begrenzten Angebots an

Milchfett und der anhaltend hohen Nachfrage bereits für März höhere

Abgabepreise durchsetzen. Beim Monatswechsel zum Mai erfolgte ein

weiterer Schritt nach oben. Dieser Preisanstieg wirkte sich auch

auf die Verbraucherpreise aus. Seit dem Monatsbeginn kostet ein

250-Gramm-Päckchen Deutsche Markenbutter im Preiseinstiegssegment

1,79 EUR. Das sind 20 Ct mehr als im März und April des

aktuellen Jahres und rund 30 Ct mehr als im Mai 2017.

Streichmischfett verteuerte sich zeitgleich je 250-Gramm-Päckchen

um 16 Ct auf 1,75 EUR.

Preise im Weißen Sortiment rückläufig

Bei Konsummilch und Milchfrischprodukten haben die Kontrakte

zwischen Molkereien und Handel in der Regel Laufzeiten von sechs

Monaten. Hier schlagen sich in den Verhandlungen vermehrt auch

längerfristige Marktentwicklungen nieder. Die bis Ende April

gültigen Ladenpreise bezogen sich auf den Abschluss vom Herbst des

vergangenen Jahres. Seinerzeit waren die Preise an den

Produktmärkten für Butter, Käse, Milchpulver höher als im Moment.

Zwischenzeitlich haben sich die Preise mehr oder weniger stark

abgeschwächt. Daher waren die in den Kontrakten vom Herbst

festgelegten Konditionen nicht zu halten. Für die neue

Kontraktlaufzeit wurden im Preiseinstiegssegment niedrigere

Molkereiabgabepreise für Konsummilch und Milchfrischprodukte

verhandelt. Basierend auf diesen Zusammenhängen waren Anfang April

bereits die Preise für Schnittkäse deutlich zurückgegangen.

 

Im Zuge dessen hat der Lebensmitteleinzelhandel Anfang Mai die

Preise für Konsummilch und Milchfrischprodukte im Einstiegssegment

gesenkt. Konventionelle Frisch- und H-Milch sind seither bei einem

Fettgehalt von 3,5 % mit 69 Ct/l um 9 Ct und bei

1,5% Fett mit 61 Ct/l um 7 Ct günstiger als in den

Monaten zuvor. Bei Bio-Milch gingen die Preise um jeweils 4 Ct

auf 1,09 EUR/l in der Vollfett-Variante und 0,95 EUR/l in

der Niedrigfettvariante zurück.

Darüber hinaus ist es auch bei den Preisen für weitere

Molkereiprodukte der weißen Linie, wie beispielsweise Speisequark,

Schlagsahne, Kaffee-Sahne, Kondensmilch sowie Joghurt und Schmand

zu Rücknahmen gekommen.(AMI)

 

 


Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren
OK