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RLB Agrar-Newsletter 05/2021

Kaufen sie oder nicht.

Auch wenn man es fast schon nicht mehr hören mag, die Kurse für unsere Agrarrohstoffe sind total abhängig von dem Einkaufsverhalten der Chinesen. Dieses wurde in den letzten Tagen wieder besonders deutlich. Erst kaufte China einige Tage Mais in den USA in Rekordhöhe und trieb damit den Maispreis rasant in die Höhe. Jetzt herrscht seit drei Tagen „Funkstille“, China kauft nicht und schon bröckeln die Kurse wieder ab. Die Märkte sind verunsichert und alle Marktbeteiligten warten täglich um 15.00 Uhr auf die Öffnung der Börse in Chicago. Um diese Uhrzeit gibt das US-Landwirtschaftsministerium bekannt, ob es zu größeren Exporten von Getreide und Ölsaaten gekommen ist. Wie gesagt, China war in den letzten Tagen nicht dabei und die relativ kleinen Exportverkäufe an Japan, Mexiko und Ägypten konnten die Märkte nicht ausreichend unterstützen. Der Weizenkurs an der Matif konnte von dem hohen Maiskurs nicht profitieren und legte erst einmal den Rückwärtsgang ein. Dennoch besteht die Hoffnung auf wieder ansteigende Kurse. Ein angeblich seriöser Marktbeobachter in China erwartet, dass die Maisbestände in China im laufenden Wirtschaftsjahr um 55 Mio. t auf nur noch 6 Mio. t abschmelzen. Damit würde das Verhältnis der Endbestände zum Verbrauch auf nur noch 3% sinken. Das Landwirtschaftsministerium in China erwartet „nur“ 19 Mio. t weniger Mais. Gleich welche Zahl gelogen ist, China muss noch gewaltige Mengen kaufen. Am kommenden Dienstag erscheint wieder der USDA-Report. Neben den üblichen Zahlen zu Beständen und Verbräuchen, zusätzlich mit ersten konkreten Zahlen über das Anbauverhalten in den USA zur Ernte 2021. Mindestens bis dahin werden die Märkte sehr volatil bleiben.

 

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