• Strohballen

  • Feld

  • Gartenarbeit

  • Kühe

  • Mähdrescher

RLB Agrar-Newsletter 06/2021

Bestände runter, Kurse runter.

Gestern Abend war es wieder soweit, das US-Landwirtschaftsministerium hat die aktuellen Versorgungsbilanzen von Weizen, Mais und Soja veröffentlicht. Auf den ersten Blick konnte man ablesen, die globalen Weizenbestände 2020/21 wurden stark reduziert. In China und Indien wird mehr Weizen verfüttert, als bislang erwartet und die Bestände in der EU sinken wegen der hohen Exportmengen weiter. Wer nun erwartet hatte, an den Börsen würden die Weizenkurse einen Sprung nach oben machen, wurde enttäuscht. Im Gegenteil, die Weizenkurse zeigten deutliche Verluste. Den Grund dafür finden wir in den angestiegenen Weltendbeständen beim Mais. Die Erwartungen der Maishändler lagen vor der Schätzung bei einem Endbestand von 280 Mio. to, tatsächlich geschätzt wurden aber 286,53 Mio. to. Die unerwartet hohen Maisbestände ließen die Börsenkurse für Mais nach unten abrutschen und von diesem Abwärtsstrudel wurde der Weizen mit in die Tiefe gerissen. Jetzt die Restmengen der Ernte 2020 verkaufen oder abwarten, bis sich der Markt wieder beruhigt hat, ist die Frage. Die Preisspitze von Mitte Januar werden wir wohl so schnell nicht wiedersehen, aber bis zur nächsten Ernte liegen noch einige Monate vor uns, in denen noch Getreide gebraucht wird. Der Winter ist auch noch nicht vorbei und Chancen und Risiken gibt es immer.



 

Für mehr Infos abonnieren Sie unseren Newsletter