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RLB Agrar-Newsletter 14/2021

Schwache Exportnachfrage

Die Börsenkurse für Weizen sind an der Matif auf den tiefsten Stand seit Mitte Dezember gefallen. Die Exportnachfrage zum Ende des Wirtschaftsjahres ist sehr schwach. Saudi-Arabien hat am Montag noch 300.000 t Weizen der Ernte 2020 gekauft, aber deutlich weniger als gedacht und auch deutlich günstiger als vom Markt erwartet. Der Verkäufer der Ware geht also davon aus, dass der Preis noch weiter fallen wird und das kann durchaus eintreten. Es ist schlecht einzuschätzen, welche Mengen noch bis zum Anschluss an die neue Ernte benötigt werden. China hat jetzt erst einmal 20 Mio. t Weizen aus den staatlichen Vorratslägern in den Markt gepumpt und Ägypten hat schon Weizen der Ernte 2021 gekauft, statt Weizen aus der alten Ernte. Die aktuelle Kaufzurückhaltung kann entweder an einem tatsächlich geringem Restbedarf liegen, oder es hat taktische Gründe. Das Preisniveau der letzten vier Monate war relativ hoch und der Kaufstopp bringt der Käuferseite offensichtlich den gewünschten Effekt, fallende Kurse. Ob sich die negative Entwicklung noch einmal umkehren lässt, hängt sicherlich maßgeblich davon ab, welche Mengen noch gehandelt werden können, aber auch das Wettergeschehen hat in jedem Jahr eine bedeutende Rolle gespielt. Das Schöne am Wetter ist, dass es sich schlecht vorhersagen lässt und dadurch immer wieder der Spekulation Raum geboten wird. Die Temperaturen sind aktuell in Europa unterdurchschnittlich und die Frühjahrstrockenheit kann auch schnell wieder ein Thema werden. Es geht also schon los mit der Spekulation……


 

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