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RLB Agrar-Newsletter 28/2021

Gerste enttäuscht.

Die optimistischen Einschätzungen aller Marktteilnehmer bezüglich der Ernte 2021 müssen wohl revidiert werden. Vor dem Erntebeginn war man noch von einer deutlich überdurchschnittlichen Ernte ausgegangen. Nach aktueller Einschätzung liegt der Gerstenertrag dagegen leicht unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Damit könnte man ja noch leben, viel gravierender sind die historisch niedrigen Hektolitergewichte, die weit unter der geforderten Norm liegen, teilweise liegen die Werte lediglich bei 45 kg/hl. Die Vermarktung, auch der sehr schlechten Partien, wird sicherlich möglich sein, aber die Bedingungen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festgelegt werden, der Markt muss sich erst einmal darauf einstellen. Global betrachtet konzentrieren sich die Marktbeobachter auf das Geschehen in den USA und Kanada. Die Ernteaussichten für den US-Sommerweizen werden immer schlechter und nach den aktuellen Wetteraussichten bleibt es auch in Kanada zu warm und zu trocken. Die globale Weizenproduktion wird wahrscheinlich nicht die Erwartungen des jüngsten USDA-Reports erfüllen, da auch die Zahlen für Russland als zu hoch eingeschätzt werden. Der US-Mais ist ebenfalls von der trockenen Wetterlage betroffen, auch an dieser Stelle ist fraglich, ob die Erwartungen erfüllt werden. Aufgrund dieser Meldungen konnten sich die Börsenkurse leicht befestigen, wie lange dieser Trend anhält bleibt abzuwarten.

 

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