Zu Beginn der Handelswoche notierte der Mai.-Weizen Termin bei einem Schlusskurs von 203,75 €/t und der Dez.-Weizen Termin bei einem Schlusskurs von 220,75 €/t an der Euronext in Paris.
Der Weizenmarkt konnte sich zu Wochenbeginn leicht erholen. An der Euronext wurden die Kurse dabei vor allem durch den schwächeren Euro gestützt. Dennoch bleibt westeuropäischer Weizen im Vergleich zu Angeboten aus der Schwarzmeerregion preislich höher und damit weniger konkurrenzfähig.
In Russland hat sich das Exporttempo im März deutlich beschleunigt. Das Beratungsunternehmen Sovecon erhöhte seine Prognose für die russischen Weizenausfuhren von 4,2 auf 4,5 Millionen Tonnen. Damit liegen die Exporte klar überdden 2,9 Millionen Tonnen im Februar 2026.
Gleichzeitig werden mögliche Kursgewinne durch die weiterhin schwache Exportnachfrage in Europa begrenzt.
Perspektiven für die kommende Weizenernte sind derzeit größtenteils günstig. In weiten Teilen der Nordhalbkugel hat der Bestand die Wintermonate ohne größere Schäden überstanden.
Unsicherheiten bestehen allerdings weiterhin aufgrund der anhaltenden Trockenheit in den südlichen Anbaugebieten der USA, die sich negativ auf die weitere Entwicklung auswirken könnte. Darüber hinaus könnten die gesenkten Anbauprognosen des USDA zusammen mit möglichen Wetterrisiken in den südlichen Anbaugebieten den HRW längerfristig Auftrieb verleihen.
