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RLB Agrar-Newsletter 16/2022

Gewöhnungseffekt?

Nach Wochen des Krieges haben wir uns scheinbar an die Schreckensmeldungen gewöhnt. Selbst die neue Offensive der russischen Armee hat bei den Betrachtern von außen keine neue Panik ausgelöst. Die Zeit der Panikkäufe mit Spitzenpreisen ist wohl vorerst vorbei. Die Getreidehändler haben die Lage neu bewertet und offenbar hat man alle jetzt bekannten Risiken eingepreist. Die globale Versorgungslage ist eng, aber die Dramatik der ersten Kriegstage ist einer nüchternen Betrachtung gewichen. Die Ukraine exportiert per Achse mehr Getreide und Mais als man erwartet hatte, der Getreideexport aus Russland läuft auf Hochtouren und Indien erwartet eine Rekordernte. Der Weizenexport aus Indien könnte im kommenden Wirtschaftsjahr bis zu 15 Mio. t erreichen, nach 2,5 Mio. t in der letzten Saison. Mit den Mengen aus Indien kann ein erheblicher Anteil der fehlenden Menge aus der Ukraine ausgeglichen werden. Des Weiteren hofft man natürlich auf ein baldiges Kriegsende und auf die Lieferfähigkeit der Ukraine. Irgendwann werden die Mengen aus der Ukraine auf den Markt kommen, es fragt sich nur wann und wer dafür das Geld bekommt, Russland oder die Ukraine. Es wird der Tag kommen, an dem die Getreidepreise wieder deutlich fallen werden, die Luft nach oben ist jetzt schon raus.

 

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