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RLB Agrar-Newsletter 19/2022

Die Lage bleibt angespannt.

Die Situation auf dem Getreidemarkt bleibt weiter angespannt. Ein Ende des Ukrainekrieges ist nicht in Sicht und die Trockenheit in vielen Regionen auf der Erde halten die Getreide- und Ölsaatenpreise auf einem sehr hohen Niveau. Man muss kein besonders gutes Orakel sein, um festzustellen, dass die Getreidepreise erst wieder nachhaltig fallen, sobald der Ukrainekrieg beendet ist. Das hohe Preisniveau wird uns also noch länger begleiten, dennoch erleben wir täglich heftige Kursschwankungen. Sei es die Rede Putins, von der man schärfere Töne erwartet hatte oder vereinzelte Niederschläge, beides ließ die Kurse etwas fallen. Andererseits bleibt die Unsicherheit über die Erntemenge in Indien, die neuen Kaufabsichten von Pakistan und des Irans und der Lieferstopp von Gas und Erdöl aus Russland. Brotweizen ist ein knappes Gut, das sich aber nicht mehr jeder leisten kann. Viele potenzielle Importländer haben nicht das Geld, um den teuren Weizen kaufen zu können, deshalb ist der Export aus der EU deutlich verlangsamt. Weizen der Ernte 21 lässt sich aktuell nur schlecht verkaufen, denn auch die Vermarktung an die Mischfutterwerke läuft schleppend. Weizen ist in den Futtermischungen zu teuer und wird durch den relativ günstigen Mais verdrängt. Generell ist der Mischfutterabsatz deutlich rückläufig. Aktuell ist bei uns Getreide reichlich vorhanden, dennoch bleiben die Sorgen um die Versorgung im kommenden Jahr. Die Lage führt zu stagnierenden bis fallenden Preisen für die alte Ernte und zu festen bis steigende Preisen für die kommende Ernte. Der Handel richtet seinen Fokus jetzt auf den morgigen USDA-Report. Der Bericht beinhaltet einen ersten Ausblick auf die komplette Saison 2022/23, sowie eine Einschätzung zu den Folgen des Ukrainekrieges. Dennoch bleibt es ein Stochern im Nebel. Auch die Amerikaner wissen nicht, wie sich das Wetter entwickelt, geschweige denn, welche neue Ideen ein krankes Hirn in Russland entwickelt.

 

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