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RLB Agrar-Newsletter 28/2022

Mehr Weizen.

Die Kurse der CBot-Weizenkurse gerieten gestern wegen einem bärischen USDA-Bericht unter Druck. Die US-Behörde hob ihre Prognose zur US-Ernte und damit auch die Angebotsmenge an, während der Wechselkurs des US-Dollar auf einem Mehrjahres-Hoch steht. Die ebenfalls sehr schwachen Kurse für Sojabohnen, Mais und sinkende Rohölkurse belasteten die Weizenpreise. Die Winterweizenernte wird wohl größer ausfallen und damit auch die erwarteten Endbestände. Am Pariser Matif sanken die Weizenkurse gestern um 3 %. Der bärische USDA-Report sowie fortgesetzte diplomatische Bemühungen, ukrainische Getreidelieferungen über den Seeweg auf den Weltmarkt zu bringen, setzten die Kurse massiv unter Druck. Die Gewinne der Vortage kamen unter die Räder. Heute wollen die Vereinigten Nationen mit der Türkei zwischen Russland und der Ukraine wieder nach einer Lösung nach einem sicheren Korridor für Getreidelieferungen aus dem Schwarzmeerraum suchen. Die Schließung ukrainischer Häfen, sowie ein stark unter Druck geratener Euro haben bereits in den ersten Tagen der neuen Getreidesaison der EU einen wahren Exportboom beim Weizen verschafft. Frankreichs Weizenernte soll nach ersten offiziellen Prognosen 7 % kleiner als im Vorjahr ausfallen. Für die EU wurde Weizenmenge um 2 Mio. to gesenkt, dagegen erwartet man größere Mengen in den USA und Kanada. Aufgrund der schlechten Wirtschaftsdaten geht man von einem reduzierten Konsum aus, dies führt unter dem Strich zu höheren Endbeständen und fallenden Kursen. 

 

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