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RLB Agrar-Newsletter 30/2022

Eine Frage der Glaubwürdigkeit.

Am Freitag wurde das Abkommen über den Getreideexport aus der Ukraine über den Seeweg unterzeichnet und prompt rauschten die Börsenkurse für Getreide und Ölsaaten in den Keller. Man fragt sich, weshalb die Börsen überhaupt auf diese Meldung reagiert haben. Offensichtlich haben noch nicht alle begriffen, dass Verträge mit Herrn Putin nicht das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben sind. Da Russland als größter Weizenexporteur von hohen Preisen profitiert, hat man sich in Moskau wohl gesagt, wir müssen einige Raketen investieren, damit der Weizenpreis wieder steigt. Ähnlich wie beim Gas, führt Russland den Rest der Welt an der Nase durch den Ring. Fakt ist es, dass die Börsen auf jede Meldung reagieren, egal wie groß die Glaubwürdigkeit ist. Am Freitag waren die Börsen also schwach, am Montag, nach den erneuten Raketenangriffen auf Odessa, gingen die Kurse wieder nach oben. Aktuell sind die Börsen fest gestimmt. Einerseits wegen der unklaren Lage in der Ukraine, andererseits kauften China, Pakistan, Ägypten und Marokko große Weizenmengen in Frankreich. Dazu kommt die anhaltende Trockenheit in Europa und den USA, die zu geringeren Mais- und Sojabohnenerträgen führen könnte. Der Bedarf ist da und die Warenverfügbarkeit ist auch mit den Mengen aus der Ukraine nicht sehr üppig. Die volatilen Preise werden uns weiter begleiten, aber ein Absturz ins Bodenlose ist vorerst nicht zu erwarten.

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