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RLB Agrar-Newsletter 36/2022

Der Markt sucht nach Orientierung.

Wohin geht die Reise? Diese Frage stellt man sich ständig, aber aktuell fällt die Antwort besonders schwer. Es fehlen neue Impulse, die dem Markt eine eindeutige Richtung geben und man sucht nach neuen Orientierungspunkten. Aktuell neigt der Getreidepreis leicht zur Schwäche. Rezessionsängste bereiten Sorge und der Export aus der EU läuft schlechter als gehofft, denn Russland drückt mit Dumpingangeboten in die Märkte. Russland hat eine sehr gute Weizenernte und möchte vor dem Wintereinbruch möglichst viel Menge bewegen. Der Export aus der Ukraine läuft ebenfalls erheblich besser, als noch vor wenigen Wochen gedacht. Die globalen Versorgungsängste sind deutlich geringer geworden als zu Kriegsbeginn, da auch die Ernten in Kanada und Australien besser ausfallen als im Vorjahr. Auf der anderen Seite bleibt es bei der schlechten Maisernte und einem schwachen Euro, beides stabilisiert die Preise. Gestern konnte man auch den Eindruck gewinnen, dass es den Russen nicht gefällt, dass der Export aus der Ukraine so gut läuft. Der Deal des Exportkorridors läuft über 120 Tage und man hat Zweifel, ob es eine Verlängerung geben wird. So werden von russischer Seite Argumente gestreut, die eine erneute Seeblockade rechtfertigen könnten. Der russische Außenminister spricht von Behinderungen gegen Russland beim Export von Düngemitteln und Getreide. Auch das Getreide aus der Ukraine würde nicht in den armen Ländern ankommen, sondern in Europa. Eine erneute Verschärfung der Lage in der Ukraine könnte die Kurse wieder nach oben treiben, ansonsten fehlen momentan die Argumente für steigende Preise.

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