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RLB Agrar-Newsletter 48/2022

Allgemeine Verunsicherung

Die erhoffte Erholung nach dem langen Feiertagswochenende in den USA ist nicht eingetreten. Am Montag fiel der Weizenkurs an der Matif auf das Niveau von Ende August. Billige Angebote aus Russland und der Ukraine und die Proteste in China sorgen für eine allgemeine Verunsicherung der Marktteilnehmer. Die strikten Coronamaßnahmen in China wirken sich schon seit Wochen negativ auf die globale Wirtschaft aus. Die Frage ist jetzt, wie reagiert die Regierung in China? Werden sich die Proteste ausweiten, oder werden die Coronamaßnahmen zurückgefahren? Ein Ende der stringenten Maßnahmen hätte einen positiven Effekt auf die gesamte Weltwirtschaft und auf die Rohstoffpreise, wie Getreide. Die Lage zeigt uns deutlich, wie groß die Abhängigkeit der Weltgemeinschaft von China ist. Wenn China hustet, sind alle krank. Die unklare Lage lähmt derzeit das Geschäft am Kassamarkt, denn auch fundamental gibt es keine gravierenden Neuigkeiten. In den USA hat sich der Zustand der Wintersaat leicht verbessert, die Ernte in Australien läuft auf Hochtouren, in Argentinien bleibt es zu trocken und der Euro wird etwas schwächer gehandelt. Die russische Rekord-Getreideernte und der sichere Korridor für Agrarrohstoffe aus der Ukraine durch das Schwarze Meer sind für die Exporte aus der EU eine starke Konkurrenz. Die Türkei kaufte gestern 455.000 t ukrainischen Weizen und Händler hierzulande hoffen auf den Zuschlag für Weizenlieferungen an Algerien, dass könnte den Weizenkurs an der Matif stabilisieren.

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