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RLB Agrar-Newsletter 49/2022

Rückwärtsgang

Die erhoffte Erholung bei den Getreidekursen ist wieder nicht eingetreten. Die EU konnte zwar einen großen Anteil des jüngst von Algerien gekauften Weizens liefern, aber eine Trendumkehr bei den Getreidepreisen wurde dadurch nicht erreicht. Allein der erstarkte Euro beschert uns einen Nachteil von ca. 2 €/100 kg beim Weizen gegenüber dem Stand von Ende September. Russland und die Ukraine sind aktuell die billigsten Getreideverkäufer, die EU und die USA sind nicht wettbewerbsfähig. Da hilft es auch nichts, wenn die EU die Preise weiter nach unten drückt, Russland und die Ukraine werden sich immer darunterlegen. Finanzinvestoren haben ihre Kapitalanlagen leider auch umgeschichtet, weg vom Rohstoff hin in die Aktienmärkte. Hiesige Mühlen und Mischfutterwerke sind sehr gut versorgt und bis zum Jahresende gibt es keinen zusätzlichen Bedarf. Kaufen für die ersten Monate im neuen Jahr scheint aus Sicht der Käufer wenig attraktiv zu sein, denn neue Mischfuttergeschäfte oder Mehlaufträge erwartet man bestenfalls für die zweite Januarhälfte. Weshalb sollte man als Getreideeinkäufer mit unnötigen Risiken unter dem Weihnachtsbaum sitzen? Getreide steht reichlich zur Verfügung und kann kurzfristig geordert werden, da wartet man doch besser ab. 

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