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RLB Agrar-Newsletter 13/2020

Die Verunsicherung der Märkte durch den Coronavirus ist deutlich zu spüren. Es fällt schwer die Lage richtig zu beurteilen, da sich die Umstände noch schneller ändern als zu Normalzeiten. Die Börsenkurse und Kassapreise schwanken relativ stark. Grob betrachtet kann man aber feststellen, dass der Rapskurs deutlich gefallen ist und auch auf dem niedrigen Preisniveau geblieben ist. Die Abhängigkeit zum Mineralöl ist einfach zu groß und da die Aussichten für die Weltwirtschaft nicht sehr rosig sind, ist keine kurzfristige Verbesserung der Preise zu erwarten. Etwas erfreulicher sieht es im Getreidebereich aus. Nach den kräftigen Verlusten Mitte März haben wir jetzt fast wieder den Höchststand vom Januar erreicht. Die Gründe finden wir in der hohen Nachfrage aus Nordafrika und China, aber auch von den inländischen Mehlmühlen. Kurzfristige preissteigernde Effekte kamen auch über die logistischen Probleme an unseren Grenzen. Die Getreide LKWs aus Polen hatten bis zu 30 Stunden Wartezeit an der deutschen Grenze. Dieses Problem scheint jetzt aber gelöst zu sein und prompt gingen die Preise wieder etwas herunter. Grundsätzlich sind die Preise keine Einbahnstraße. Wenn der Weizen zu teuer wird, kommt wie im Vorjahr wieder mehr Mais in die Futtermischungen. Außerdem sind die Ertragsprognosen für die kommende russische Ernte erneut angehoben worden, das wirkt ebenfalls drückend auf die Preise. Unabhängig von allen Überlegungen, wir wissen nicht welche Folgen Corona haben wird. In Frankreich hat man schon jetzt Schwierigkeiten ausreichend Personal in den Verladehäfen zu finden und der Sojaschrotnachschub aus Argentinien stockt wegen der Maßnahmen gegen Corona. Neben den ganz praktischen Problemen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennbar, wie dramatisch die Wirtschaft einbrechen wird und wie schnell sie sich, wann auch immer, wieder erholen kann.

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