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RLB Agrar-Newsletter 23/2020

Die globalen Erntemengen sinken aufgrund von Trockenheit und trotzdem steigen die Preise nicht. Das kann man auf den ersten Blick schlecht verstehen, aber die Erntemenge ist nur die halbe Wahrheit, der Bedarf ist mindestens ebenso wichtig. Aufgrund der Corona-Pandemie muss man davon ausgehen, dass der Bedarf an Getreide und Mais im kommenden Wirtschaftsjahr rückläufig sein wird. Die Ethanolproduktion ist rückläufig und da weniger gefeiert wird, ist auch der Bier- und Fleischkonsum stark eingeschränkt. Dazu kommen die wirtschaftlichen Probleme bei vielen Menschen auf unserer Erde. Der Kalorienbedarf wird mit Reis und Nudeln, statt mit teurem Fleisch gestillt. Weniger Fleisch bedeutet weniger Futtermittel und damit ein geringerer Getreideverbrauch. Da die Folgen der Corona-Pandemie für alle Beteiligten schwer greifbar sind, macht sich an den Börsen eine gewisse Unsicherheit bemerkbar. Trotz Hitzewelle und schlechter Bonitierung der US-Weizenbestände schwächeln die US-Börsen und drücken auch auf die Kurse an der Matif. Ebenfalls wenig hilfreich ist für uns der relativ starke Euro gegenüber dem US-Dollar. Der Getreideexport wird erschwert und der Import von Raps wird günstiger. Aber es handelt sich nur um eine Momentaufnahme. Wenn der dringend erhoffte Regen nicht oder in zu geringen Mengen fällt, wird es auf vielen Standorten eine schlechte Getreideernte geben. Dennoch führt das dann nicht automatisch zu höheren Preisen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

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