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RLB Agrar-Newsletter 31/2020

Erntemenge und Euro

Mit dem weiteren Fortschritt der Ernte, zeichnet es sich ab, dass die Erntemengen höher sind als erwartet. Zumindest auf den besseren Böden kann man schon jetzt von einer guten Ernte sprechen. Die Niederschläge sind doch noch rechtzeitig gekommen und der sehr geringe Krankheitsdruck bewirkt hohe Naturalgewichte mit recht guten Qualitätsmerkmalen. Die gute Qualität ist eine wichtige Bedingung für den Export, damit sollten wir in diesem Jahr keine Probleme haben. Die größten Probleme bereitet uns derzeit der starke Euro im Verhältnis zum US-Dollar. Allein in den letzten zwei Monaten bedeutet der Kursanstieg des Euro´s für die EU einen Nachteil von ca. 10 Euro je Tonne Getreide. Die großen Seeschiffe laden 40.000 Tonnen, da muss man nicht lange rechnen, die Schiffe werden ins Schwarze Meer fahren und nicht in die Häfen der EU. Russland und die Ukraine werden vorerst den Weltmarkt bedienen. Auch aus Russland werden jetzt bessere Weizenerträge gemeldet und zusätzlich ist die Anbaufläche bei Sommerweizen erheblich höher als erwartet. Der Export aus der EU kann erst zum Jahresende Fahrt aufnehmen, wenn die Schwarzmeerregion ausverkauft ist. Bis dahin steigen leider auch die Risiken in Folge der Corona Pandemie. Die aktuellen Meldungen geben verstärkt Anlass zum Grübeln. Wird sich die Wirtschaft wieder erholen oder geht alles den Bach hinunter? Wenn die Wirtschaft lahmt, wird auch weniger Getreide und Raps benötigt. Die aktuelle Gemengelage mit recht guten Erträgen und den Unsicherheiten in der Wirtschaft drückt auf die Preise. Trotzdem ist der jetzige Zeitpunkt für die Vermarktung nicht schlecht. Ob die Mehrkosten für die Einlagerung und Gesunderhaltung zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingespielt werden können ist fraglich.

 

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