• Strohballen

  • Feld

  • Gartenarbeit

  • Kühe

  • Mähdrescher

  • Stihl Kettensäge

  • Pferd

  • TS innen

  • Rasensamen

RLB Agrar-Newsletter 42/2020

Feste Börsenkurse trotz Rekordbestand

Der USDA-Report vom Freitag letzter Woche meldet für Weizen eine globalen Endbestand auf Rekordhöhe. Die russische Weizenernte 2020 wurde um 5 Mio. t angehoben und erreicht mit 83 Mio. t. die zweitgrößte Ernte, die Russland jemals eingebracht hat. Dagegen wurden die Erntemengen für Kanada, Argentinien, Frankreich und die Ukraine reduziert. Dennoch steigen die globalen Endbestände um 2 Mio. t. auf 321 Mio. t. an, ein neuer Rekordbestand. Man sollte glauben, dass nach dieser Meldung, die Börsenkurse in den Keller rutschten, das Gegenteil ist aber eingetreten. Die Kurse an der Matif sind weiter angestiegen. Die Gründe sind ein schwächerer Euro im Verhältnis zum US-Dollar und die ungebremste Nachfrage aus China und Nordafrika. Dazu kommt eine geringere Maisernte als erwartet und die Sorge um die Ernte 2021. In Teilen der USA und in der Schwarzmeerregion ist es viel zu trocken, dadurch wird die Aussaat behindert und eine optimale Vorwinterentwicklung der Pflanzen kann nicht mehr erreicht werden. Folglich kann die nächste Ernte nur schlecht werden, so glaubt man es zumindest. Wenn durch diese Erwartung die Preise steigen, nehmen wir das erst einmal gerne zur Kenntnis, aber die Meinung der Börsenhändler kann schnell ins Gegenteil umschlagen, sobald der erste Tropfen Regen fällt. Der Kassamarkt geht die hohen Börsenkurse nicht 1:1 mit. Gekauft wir nur der Sofortbedarf, weil man glaubt oder hofft, dass die Preise wieder fallen. Langfristige Risiken werden jedenfalls aufgrund der ASP Problematik nicht eingegangen. 

 

Für mehr Infos abonnieren Sie unseren Newsletter