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RLB Agrar-Newsletter 46/2020

Corona, Wahl und USDA

Nachdem wir nun die Wahlen in den USA hinter uns gebracht haben, kehrte auch in den Märkten wieder etwas mehr Ruhe ein. Die Ruhe dauerte allerdings nur bis zu der Bekanntgabe der Nachricht, dass ein wirksamer Coronaimpfstoff gefunden wurde. Die Meldung schlug ein wie eine Bombe. Obwohl es noch einige Zeit dauern wird, bis der Impfstoff eingesetzt werden kann, hoffen jetzt alle auf ein schnelles Ende der Coronapandemie und auf eine deutliche Belebung des Welthandels. Die Börsen reagierten weltweit mit steigenden Kursen, auch die Agrarrohstoffe zeigten eine positive Entwicklung. Das Sahnehäubchen für die Agrarrohstoffe lieferte uns dann gestern Abend der monatliche USDA-Report. Der Monatsbericht zur Weltversorgung mit Getreide überraschte viele Marktteilnehmer. Die US-Endbestände für Mais wurden gegenüber dem Vormonat deutlich niedriger eingeschätzt und erreichen damit den niedrigsten Stand seit 2014/15. Geringere Ernten in den USA und in der Ukraine bei gleichzeitig hoher internationaler Nachfrage lassen die Endbestände schmelzen. Der Mais wurde damit zum Preistreiber an den Börsen, dem konnten sich auch die anderen Getreidearten nicht entziehen. Europa wird weniger teuren Mais importieren, dafür wird mehr eigener Weizen verbraucht, die Weizenbestände in Europa sinken also ebenfalls. In den Zahlen des USDA spiegelt sich die aktuelle Erwartung an die Entwicklung der kommenden Monate. Ob die Realität am Ende der Saison genauso aussieht, bleibt abzuwarten. Zwischendurch kommt ja noch die australische Ernte auf den Markt, Überraschungen in alle Richtungen sind dabei auch nicht ausgeschlossen. Dennoch bleibt festzuhalten, dass wir trotz ASP jetzt ein Preisniveau erreicht haben, das im Vorfeld niemand erwartet hatte, nutzen Sie die Gelegenheit.

 

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