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RLB Agrar-Newsletter 53/2020

Markt im Winterschlaf

Die Getreide- und Ölsaatenmärkte treten auf der Stelle, da praktisch kein Handel stattfindet. Der Großteil der handelnden Personen befindet sich im Weihnachtsurlaub und Geschäfte werden so gut wie keine getätigt. Bestenfalls werden noch bestehende Kontrakte beliefert, aber auch die Abwicklung läuft schleppend, da die Mischfutterwerke offensichtlich sehr gut versorgt sind. Es besteht scheinbar auf allen Seiten kein akuter Handlungsbedarf. Die Mischfutterhersteller, Mühlen und Exporteure wissen, sie können auch im Januar noch Getreide kaufen und die Verkäufer umgekehrt, dass sie auch im Januar noch etwas verkaufen können. Wenn der Markt im Januar wieder angesprungen ist, hat man ein besseres Preisgefühl und die Transparenz ist auch gegeben, aktuell kann man nur im Nebel stochern. Es gibt keinerlei Anzeichen für ein Einbrechen der Märkte, denn die internationale Nachfrage bleibt vorerst bestehen. Allerdings entwickelt sich der feste Euro für uns immer mehr zu einer Exportbremse. Dennoch, die Welt kann ohne das Getreide aus der EU nicht auskommen, da Russland aufgrund der Exportsteuer keine billige Alternative zu uns ist. Für die kommenden Wochen bleibt die spannende Frage, welche Mengen Weizen und Raps aus Australien kommen und wie sich das Wetter in Südamerika entwickelt. Warten wir es ab und eventuell bescheren uns die Börsen ein Feuerwerk, wenn wir an Silvester schon selbst nicht böllern dürfen.

 

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