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Stabile Schlachtschweinenotierungen zu Ostern

Die Osterzeit ist in Deutschland und in der Europäischen Union stets durch den feiertagsbedingten Ausfall von Schlachttagen geprägt. Das Schlachtschweineangebot reicht deshalb meist gut aus, um den verringerten Bedarf der Schlachtbetriebe zu befriedigen. Anziehende Erzeugerpreise sind rund um die Feiertage selten.

Die Osterzeit ist in Deutschland und in der Europäischen Union stets durch den feiertagsbedingten Ausfall von Schlachttagen geprägt. Das Schlachtschweineangebot reicht deshalb meist gut aus, um den verringerten Bedarf der Schlachtbetriebe zu befriedigen. Anziehende Erzeugerpreise sind rund um die Feiertage selten. Das Jahr 2021 macht da keine Ausnahme, zumal hierzulande laut Vorhersage vorerst auch kein Nachfrageschub durch grillfreundliches Wetter zu erwarten ist.
Vor Ostern hatte sich das Fleischgeschäft noch etwas belebt. Erwartungsgemäß hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am vergangenen Mittwoch (31.3.) ihre Leitnotierung für Schlachtschweine mit 1,50 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) unverändert belassen. Sie sprach von einem weitgehend ausgeglichenen Markt, auf dem sich größere Überhänge in Grenzen hielten. Ähnlich sah das in den EU-Nachbarstaaten aus. In den Niederlanden, Belgien, Österreich und in Dänemark blieben die Auszahlungspreise der Schlachtereien zuletzt ebenfalls unverändert; auch dort wurde die Marktlage als stabil beschrieben. In Spanien kam der Preisanstieg zum Stillstand; am Mercolleida wurde die Notierung bei 1,46 Euro/kg Lebendgewicht (LG) belassen.

Zwar sei die Nachfrage für Schweine immer noch groß, doch zeichneten sich langsam logistische Probleme bei der Verschiffung von Fleisch nach China ab. Zudem seien die Verkaufspreise zuletzt wegen der nachgebenden Preise in der Volksrepublik etwas unter Druck geraten; die Margen seien aber im Vergleich zu anderen Absatzwegen immer noch lukrativ und die Exportmengen sehr umfangreich, so der Mercolleida. In Frankreich befestigte sich die Notierung am Marché du Porc Breton weiter; sie stieg im Vorwochenvergleich um 1,3 Cent auf 1,364 Euro/kg SG. In Italien schwächte sich die Leitnotierung für Schlachtschweine dagegen zum ersten Mal seit Längerem wieder leicht ab, und zwar um 1,0 Cent/kg LG. Grund sei das größere Lebendangebot zum Monatsbeginn bei gleichzeitig traditionell schwachem Fleischmarkt in der Woche nach Ostern, erläuterten dortige Experten.

In der EU insgesamt hatten die Schlachtschweinepreise in der Woche zum 28. März nach vorangegangener Rallye nur noch leicht zulegen können. Im Mittel aller 27 Mitgliedstaaten wurden für Tiere der Handelsklasse E 155,97 Euro/100 kg gezahlt; das waren 0,64 Euro oder 0,4 % mehr als in der Vorwoche. Im Vergleich mit Ende März 2020 lagen die Erzeugerpreise um 32,94 Euro/100 kg beziehungsweise 17,4 % niedriger. In der Berichtswoche konnten sich die Mäster auf der iberischen Halbinsel über die stärksten Preisaufschläge freuen; in Portugal ging es um 4,5 % und in Spanien um 3,8 % nach oben. Verhaltener fielen die Zuschläge mit 1,1 % bis 2,1 % in Dänemark, Ungarn und Frankreich aus. Weitgehend unverändertes Geld für schlachtreife Tiere zahlten die Schlachtbetriebe in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich. In den skandinavischen Ländern Schweden und Finnland konnten sich die Preise nur knapp behaupten. Aus vier EU-Staaten wurden der EU-Kommission größere Abschläge zwischen 0,9 % und 1,8 % gemeldet; dazu gehörten Italien, Estland, Kroatien und Polen. AgE