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Raiffeisenverband sieht Arbeitgeber zu stark belastet

Scharfe Kritik an der heute von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Testpflicht in Betrieben übt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV). Die Testpflicht sei nicht praxistauglich und belaste die Wirtschaft über Gebühr, monierte DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers. Er forderte die Regierung dazu auf, für einen Ausgleich zu sorgen.

Scharfe Kritik an der heute von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Testpflicht in Betrieben übt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV). Die Testpflicht sei nicht praxistauglich und belaste die Wirtschaft über Gebühr, monierte DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers. Er forderte die Regierung dazu auf, für einen Ausgleich zu sorgen. Ehlers betonte, dass Gesundheitsschutz unerlässlich sei. Die genossenschaftlich orientierten Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft würden Verantwortung für ihre Mitarbeiter übernehmen. Sie hätten mit Beginn der Pandemie Schutzmaßnahmen umgesetzt "und gehen gern neue Wege".
Ein Mehr an Sicherheit nutze auch den Betriebsabläufen, räumte Ehlers ein. Aber derzeit stünden für die Unternehmen nicht ausreichend valide Tests zur Verfügung, insbesondere wenn sie verpflichtend im betrieblichen Umfeld seien. Die Verpflichtung bedeute einen erheblichen Mehraufwand, sowohl personell als auch finanziell, so der DRV-Hauptgeschäftsführer. Zudem belasteten die vorgeschriebenen Tests, da sie unter Aufsicht durchgeführt werden müssten, wiederum den Gesundheitsschutz der beaufsichtigenden Mitarbeiter.

Gemäß dem Beschluss der Bundesregierung sollen die Unternehmen verpflichtet werden, ihren Mitarbeitern einmal in der Woche einen Corona-Test zur Verfügung zu stellen. Außerdem ist unter anderem vorgesehen, dass Landkreise und Städte ab einer Inzidenz von 100 nächtliche Ausgangssperren von 21 Uhr bis 5 00 Uhr verhängen müssen. Die Regelungen sollen im beschleunigten Verfahren von Bundestag und Bundesrat gebilligt werden. AgE