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BDM will für Stärkung der Erzeuger in der Milchlieferkette kämpfen

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) gibt sich kämpferisch, was die künftige Rolle der Milcherzeuger in der Lieferkette angeht. Die Landwirte hätten sich in den letzten Jahren täuschen lassen, sagte der Sprecher des BDM-Bundesbeirats, Johannes Pfaller, beim diesjährigen Symposium des Verbandes am vergangenen Samstag in Berlin. Während die Molkereien längst auf die gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit eingegangen wären, seien die Milchbauern spätestens nach dem Ende der Milchquote auf die Versprechungen des Marktes hereingefallen und hätten in der Produktion "Vollgas" gegeben. Nun stehe man vor dem Problem hoher gesellschaftlicher Anforderungen und unzureichender Preise, während die Verarbeiter stets Geld verdienten, egal ob der Markt oben oder unten sei.



Inzwischen gingen alle Landwirte zu Recht auf die Straßen, um gegen hohe politische und regulatorische Bürden zu protestieren, sagte Pfaller. Eine Verhinderung oder Verschiebung der aktuellen politischen Forderungen sei jedoch keine Lösung. Dadurch würden die Herausforderungen nicht bewältigt, und erfahrungsgemäß sei im Milchsektor damit zu rechnen, dass ähnliche Auflagen dann zu einem späteren Zeitpunkt von den Molkereien kämen.



Wichtiger wäre es Pfaller zufolge, am eigentlichen "Kernproblem" anzusetzen: Die Landwirte müssten in die Lage versetzt werden, Veränderungen - egal ob politisch oder vom Markt gewollt - wirtschaftlich tragen zu können. Dafür müssten die Einkommen der Bauern über "faire Preise" nachhaltig verbessert werden, verlangte der Beirats-Sprecher. Diese Forderung ist nach seinem Dafürhalten "mehrheitsfähig". "Faire Preise" für Erzeuger fänden schließlich eine breite Unterstützung in Gesellschaft, Medien und Politik.



Gegner sieht Faller hingegen in den Molkereien, aber auch in etablierten Branchenverbänden wie dem Deutschen Bauernverband (DBV). Er rief deshalb die Milcherzeuger dazu auf, "alte Strukturen" aufzubrechen und "Mut zur Unabhängigkeit" zu haben. AgE

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) gibt sich kämpferisch, was die künftige Rolle der Milcherzeuger in der Lieferkette angeht. Die Landwirte hätten sich in den letzten Jahren täuschen lassen, sagte der Sprecher des BDM-Bundesbeirats, Johannes Pfaller, beim diesjährigen Symposium des Verbandes am vergangenen Samstag in Berlin. Während die Molkereien längst auf die gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit eingegangen wären, seien die Milchbauern spätestens nach dem Ende der Milchquote auf die Versprechungen des Marktes hereingefallen und hätten in der Produktion "Vollgas" gegeben. Nun stehe man vor dem Problem hoher gesellschaftlicher Anforderungen und unzureichender Preise, während die Verarbeiter stets Geld verdienten, egal ob der Markt oben oder unten sei.

Inzwischen gingen alle Landwirte zu Recht auf die Straßen, um gegen hohe politische und regulatorische Bürden zu protestieren, sagte Pfaller. Eine Verhinderung oder Verschiebung der aktuellen politischen Forderungen sei jedoch keine Lösung. Dadurch würden die Herausforderungen nicht bewältigt, und erfahrungsgemäß sei im Milchsektor damit zu rechnen, dass ähnliche Auflagen dann zu einem späteren Zeitpunkt von den Molkereien kämen.

Wichtiger wäre es Pfaller zufolge, am eigentlichen "Kernproblem" anzusetzen: Die Landwirte müssten in die Lage versetzt werden, Veränderungen - egal ob politisch oder vom Markt gewollt - wirtschaftlich tragen zu können. Dafür müssten die Einkommen der Bauern über "faire Preise" nachhaltig verbessert werden, verlangte der Beirats-Sprecher. Diese Forderung ist nach seinem Dafürhalten "mehrheitsfähig". "Faire Preise" für Erzeuger fänden schließlich eine breite Unterstützung in Gesellschaft, Medien und Politik.

Gegner sieht Faller hingegen in den Molkereien, aber auch in etablierten Branchenverbänden wie dem Deutschen Bauernverband (DBV). Er rief deshalb die Milcherzeuger dazu auf, "alte Strukturen" aufzubrechen und "Mut zur Unabhängigkeit" zu haben. AgE