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USDA erwartet weiterhin höchste Ernte aller Zeiten

Obwohl das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Prognose für die Weltweizenernte 2021/22 jetzt geringfügig nach unten korrigiert hat, wäre das erwartete Aufkommen immer noch ein Rekord. Laut dem gestern veröffentlichten USDA-Bericht ist in der laufenden Vermarktungssaison mit einer globalen Weizenmenge von 792,4 Mio t zu rechnen.

Obwohl das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Prognose für die Weltweizenernte 2021/22 jetzt geringfügig nach unten korrigiert hat, wäre das erwartete Aufkommen immer noch ein Rekord. Laut dem gestern veröffentlichten USDA-Bericht ist in der laufenden Vermarktungssaison mit einer globalen Weizenmenge von 792,4 Mio t zu rechnen; das sind 2 Mio t weniger als bislang erwartet wurden. Das Vorjahresniveau würde damit aber immer noch um 16,6 Mio t oder 2,1 % übertroffen.
Im Einzelnen setzten die Washingtoner Fachleute ihre Voraussage für die Weizenernte im eigenen Land um 4,1 Mio t auf jetzt 47,5 Mio t herab. Im vergangenen Wirtschaftsjahr hatten die US-Farmer noch 49,7 Mio t dieser Getreideart von ihren Feldern geholt. Begründet wurde die pessimistischere Einschätzung mit Trockenheit in den nördlichen Anbaugebieten. In der Folge sei dort beim Durum und anderen Sommerweizen mit Ertragseinbußen zu rechnen. Obwohl sich gleichzeitig die Aussichten für den Winterweizen verbessert haben, erwarten die Marktexperten nun unter dem Strich einen Durchschnittsertrag von 30,8 dt/ha. Im Juni waren es noch 3,3 dt Weizen je Hektar mehr.

Außerdem korrigierte das US-Agrarressort seine Prognose für Russlands Weizenernte 2021/22 um 1 Mio t auf jetzt 85 Mio t nach unten. Damit würde die Vorjahresmenge um 400 000 t verfehlt. Von der Gesamtmenge dürften 64 Mio t auf Winterweizen entfallen; die Junivorhersage lag noch um 500 000 t darüber. Das Ernteareal habe sich aber wegen Frostschäden im Frühjahr verkleinert, hieß es. Außerdem wurde die Voraussage für die russische Sommerweizenerzeugung um ebenfalls 500 000 t auf jetzt nur noch 21 Mio t zurückgenommen, weil diese Kulturen in Zentralrussland unter Hitze und Trockenheit gelitten haben. Ähnlich ungünstig sollen die Wachstumsbedingungen in Kasachstan gewesen sein, weshalb die Voraussage für die dortige Weizenproduktion um 1 Mio t auf 13 Mio t herabgesetzt wurde.

Optimistischer zeigte sich das USDA dagegen für Australiens Weizenerzeugung 2021/22, die mit wahrscheinlich 28,5 Mio t um 1,5 Mio t höher ausfallen dürfte als bislang erwartet. Dort hätten die Pflanzen vom reichlichen Regen profitiert. Die diesjährige Weizenernte in der EU-27 sehen die US-Beamten wegen der hier ebenfalls günstigen Witterung nun bei 138,2 Mio t. Vor einem Monat wurden noch 700 000 t weniger erwartet. Das Vorjahresergebnis lag bei nur 125,9 Mio t. AgE