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Niederschlagsmangel drückt in der EU auf die Erträge

Das vielerorts sehr trockene Frühjahr drückt die Ernteaussichten in der Europäischen Union. Die Experten vom Monitoring Agricultural ResourceS (MARS) der Brüsseler Kommission haben ihre Ertragsprognosen für die meisten Ackerkulturen nach unten korrigiert, vor allem die für Raps sowie für Wintergerste und -weizen.

Das vielerorts sehr trockene Frühjahr drückt die Ernteaussichten in der Europäischen Union. Die Experten vom Monitoring Agricultural ResourceS (MARS) der Brüsseler Kommission haben ihre Ertragsprognosen für die meisten Ackerkulturen nach unten korrigiert, vor allem die für Raps sowie für Wintergerste und -weizen. Im EU-Mittel bleiben die zur Ernte 2022 erwartenden Erträge trotz der dürrebedingten Korrektur aber noch über dem Fünfjahresdurchschnitt. Damit die Winterungen ihr Ertragspotential noch einigermaßen ausschöpfen könnten, seien in den kommenden Wochen aber ergiebige Niederschläge erforderlich, heißt es in dem gestern veröffentlichen Mai-Bericht.
Aktuell rechnet MARS mit in der EU durchschnittlich 5,58 t/ha Wintergetreide je Hektar. Das wären 0,9 % weniger als im April geschätzt, während das Fünfjahresmittel aber noch um 1,6 % übertroffen würde. Im Einzelnen dürfte der mittlere Weichweizenertrag in der EU nach Einschätzung der MARS-Experten bei 5,89 t/ha liegen und nicht bei 5,95 t/ha, wie noch vor einem Monat prognostiziert. Bei Wintergerste werden jetzt 5,78 t/ha statt bisher 5,79 t/ha erwartet. Der diesjährige Winterrapsertrag wird im jüngsten MARS-Report mit 3,17 t/ha ausgewiesen, nach 3,19 t/ha einen Monat davor. Im Fünfjahresmittel wurden im Schnitt aller EU-Länder pro Hektar nur 3,07 t Rapssaat gedroschen.

Laut dem aktuellen MARS-Report war es im Zeitraum 1. April bis 15. Mai in vielen europäischen Ländern zu trocken. Dazu zählt in erster Linie Frankreich, aber auch der Osten von Deutschland, wo es im Berichtszeitraum verbreitet keine 20 mm Niederschlag gegeben hat. Als kritisch beurteilt wird die Lage mittlerweile auch in Polen, den Benelux-Länder und Dänemark sowie Rumänien und Bulgarien. Am stärksten betroffen sind die Regionen, in denen es gleichzeitig ungewöhnlich warm war. MARS nennt hier Zentralspanien, den Norden von Bulgarien, Süd- und Ostrumänien sowie die Westukraine. Etwas besser schaut es aktuell in Italien aus. Dort haben ergiebige Niederschläge Ende April Linderung gebracht. AgE