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Weniger Erzeuger in Deutschland

In Deutschland gibt es immer weniger Baumobstbetriebe. Das belegen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis), die heute veröffentlicht worden sind. Demnach sind hierzulande gegenwärtig noch rund 6 500 Baumobstbetriebe aktiv; das sind 9,2 % weniger als bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2017.

In Deutschland gibt es immer weniger Baumobstbetriebe. Das belegen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis), die heute veröffentlicht worden sind. Demnach sind hierzulande gegenwärtig noch rund 6 500 Baumobstbetriebe aktiv; das sind 9,2 % weniger als bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2017. Weniger stark war der Rückgang bei der Gesamtanbaufläche. Diese nahm seit 2017 von damals 49 900 ha auf nun 40 200 ha ab. Entsprechend ist die durchschnittliche Baumobstfläche pro Betrieb um 0,6 ha auf 7,6 ha gewachsen.
Wichtigste Baumobstart in Deutschland ist den Zahlen von Destatis zufolge mit Abstand der Apfel, und zwar mit einer gewerblichen Produktionsfläche von landesweit insgesamt 33 100 ha. Auf Platz zwei folgen Süßkirschen mit 5 700 ha, danach Pflaumen mit 4 100 ha. Birnen wachsen aktuell auf 2 100 ha in Deutschland, Sauerkirschen auf 1 600 ha. Die restliche Fläche teilen sich Mirabellen beziehungsweise Renekloden, Aprikosen, Pfirsiche, Quitten, Walnüsse und die 2022 erstmals erfassten Haselnüsse. Gegenüber der Erhebung von 2017 fällt laut Destatis besonders die deutliche Abnahme der Sauerkirschenfläche auf, die in fünf Jahren um fast ein Fünftel abgenommen hat.

Wie die Wiesbadener Statistiker weiter berichten, wird Baumobst in Deutschland vorwiegend zur Verwendung als Tafelobst erzeugt. Beispielsweise entfallen 82,8 % der gesamten Apfelanbaufläche auf Tafeläpfel. Bei Sauerkirschen sowie der Produktgruppe Mirabellen und Renekloden ist der Tafelobstanbau dagegen von geringerer Bedeutung. Hiervon werden 84 % beziehungsweise 68 % der Gesamtproduktionsmenge als Wirtschaftsobst genutzt.

Regional liegt die mit Abstand größte Baumobstfläche in Deutschland gemäß den Daten von Destatis in Baden-Württemberg mit rund 17 600 ha, gefolgt von Niedersachsen und Hamburg mit zusammen 11 000 ha und Rheinland-Pfalz mit 4 000 ha. Die bedeutendsten Anbauregionen für Baumobst befinden sich am Bodensee, in der mittleren bis südlichen Rheinebene sowie im Alten Land in Niedersachsen und Hamburg.

Die Zahlen der Statistiker zeigen schließlich eine Verstärkung des Trends zur ökologischen Wirtschaftsweise. Inzwischen arbeiten der jüngsten Erhebung zufolge bundesweit rund 1 000 Baumobstbetriebe vollständig ökologisch, und zwar auf einer Fläche von zusammen 10 100 ha. Damit ist der Anteil der ökologischen Erzeugung an der gesamten Baumobstfläche zwischen 2017 und 2022 von 15,0 % auf 20,5 % gestiegen. AgE