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FAO erwartet erneut Rückgang

Die weltweite Fleischproduktion wird 2020 voraussichtlich zum zweiten Mal in Folge abnehmen. Davon geht die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihrem heute veröffentlichten "Food Outlook" aus.

Die weltweite Fleischproduktion wird 2020 voraussichtlich zum zweiten Mal in Folge abnehmen. Davon geht die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihrem heute veröffentlichten "Food Outlook" aus. Demnach dürfte sich die Erzeugung von Rinder-, Schaf-, Geflügel- und Schweinefleisch in diesem Jahr auf insgesamt 333,0 Mio t Schlachtgewicht (SG) belaufen; das wären 1,7 % weniger als 2019.

Der neuerliche Rückgang ist im Wesentlichen dem Zusammenbruch der Schweinebestände in China und anderen asiatischen Ländern geschuldet, wo weiter die Afrikanische Schweinepest (ASP) grassiert. Deshalb soll die globale Schweinefleischproduktion 2020 gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 101 Mio t sinken.

Im Rückwärtsgang befindet sich im globalen Maßstab aber auch das Rindfleischaufkommen. In diesem Segment soll die Produktion im Jahresvergleich aber lediglich um 0,8 % auf 72 Mio t zurückgehen. Hier macht sich laut dem "Food Report" die in Australien sowie in den Vereinigten Staaten rückläufige Rindfleischproduktion bemerkbar. Dagegen befindet sich die Geflügelfleischerzeugung weiter auf dem Vormarsch. Für 2020 weist die aktuelle FAO-Statistik eine globale Produktionsmenge von voraussichtlich 136,8 Mio t Geflügelfleisch aus; das wäre ein Plus von 2,4 % gegenüber 2019.

Die FAO weist darauf hin, dass die Corona-Pandemie die Dynamik der weltweiten Fleischproduktion gebremst hat. Fehlende Mitarbeiter in Schlachthöfen, in der Logistik und im Handel hätten die Viehvermarktung vielerorts über Monate zum Erliegen gebracht und die Erzeugerpreise gedrückt, heißt es in dem aktuellen "Food Outlook". Aufgrund der aktuellen Verwerfungen auf praktisch allen Stufen der Wertschöpfungskette rechnet man bei der Landwirtschaftsorganisation mit einer nachlassenden Dynamik im grenzüberschreitenden Fleischhandel.

Prognostiziert wird für 2020 gegenüber dem Vorjahr nur noch eine Steigerung um 2,4 % auf rund 37 Mio t, nachdem der Fleischhandel im Jahr zuvor noch mit einer Rate von 8,4 % gewachsen ist. Motor des internationalen Fleischhandels bleibt China, wo die Importe 2020 um weitere 24 % steigen sollen. Hauptprofiteur des chinesischen Nachfragesogs sind die Brasilianer, deren Fleischexporte gegenüber 2019 um 6 % wachsen sollen. AgE