Top News

11.02.16 07:27

Bauernverband ruft zur Teilnahme an öffentlicher Greening-Konsultation auf

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Landwirte dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen mit dem Greening der Europäischen Kommission im Rahmen einer öffentlichen Konsultation mitzuteilen. „Bis zum 8. März 2016 sollten möglichst viele Praktiker den Fragebogen auf der Homepage der EU-Kommission beantworten“, appellierte der DBV heute in Berlin an seine Mitglieder. Die Brüsseler Behörde will nach eigenen Angaben auf dieser Grundlage im ersten Halbjahr 2016 erste Ansätze zur Vereinfachung und Entbürokratisierung des Greening vorstellen.

Man habe sich in den vergangenen Monaten bereits mehrfach mit wichtigen Entbürokratisierungsvorschlägen an EU-Agrarkommissar Phil Hogan gewandt und bekräftigt, dass Vereinfachungen auch tatsächlich bei den Landwirten ankommen müssten, betonte der Bauernverband. Der insgesamt 24-seitige Fragebogen der öffentlichen Konsultation sei allerdings kompliziert ausgefallen und gehe zum Teil an den eigentlichen Problemen vorbei, kritisierte der DBV. Umfang und Struktur des Fragebogens ließen befürchten, dass zu wenig EU-Bürger und insbesondere Landwirte zur Teilnahme an der Konsultation animiert wurden.

Dem Bauernverband zufolge behindern zahlreiche, viel zu komplizierte und uneinheitliche Vorgaben ein stärkeres Anlegen von streifenförmigen Greeningflächen entlang von Gewässern, Weg- und Waldrändern. Hier bestehe Verbesserungs- und Entwicklungspotential. Ebenso hätten die Greening-Auslegungen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) und der EU-Kommission zu großem Unverständnis und Kritik bei den Landwirten geführt, so dass eine Klarstellung im Rahmen der EU-Verordnungen dringend erforderlich sei.

Die Teilnahme an der öffentlichen Konsultation der EU-Kommission zum Greening ist möglich unter [http://ec.europa.eu/eusurvey/runner/greening-first-year]. AgE
10.02.16 06:56

FAO schaltet sich in Bekämpfung des Zika-Virus ein

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beteiligt sich am Kampf gegen das Zika-Virus, das von Stechmücken übertragen wird und bei Schwangeren den Fötus schwer schädigen kann. Unter dem Dach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen koordinierte Aktionen durchgeführt werden, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Erregers soweit wie möglich zu verhindern. Derzeit sind vor allem lateinamerikanische Länder und die Karibik betroffen.

„Die FAO steht mit ihren Ressourcen und ihrer Erfahrung bereit, um ihren Teil zur Abwendung dieser Notlage beizutragen“, erklärte Generaldirektor José Graziano da Silva heute in Rom. Für besonders wichtig hält er die Dezimierung der Mückenpopulation der Gattung Aedes in den betroffenen Gebieten, sowohl durch den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln als auch durch einfache Maßnahmen wie die Austrocknung von Tümpeln. Auch die Tränken von Nutztieren sollten wenigstens einmal pro Woche entleert und gereinigt werden.

Graziano da Silva unterstrich die Notwendigkeit, im Falle einer intensiven Anwendung von Insektiziden die gebotene Vorsicht walten zu lassen, sowohl um die unmittelbare Sicherheit von Menschen im Umgang mit den Produkten zu gewährleisten als auch um Nahrungsmittel vor einer Kontamination zu bewahren. Die Organisation habe dazu Leitlinien entwickelt.

Graziano da Silva betonte, die Zahl der Opfer des Zika-Virus sei „potentiell verheerend. Wir müssen eng zusammenarbeiten, um es unter Kontrolle zu bringen.“ AgE
zum Archiv ->