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10.12.16 12:02

Wolf als Existenzbedrohung für Brandenburgs Weidehalter

Eine Verdopplung der Zahl der von Wölfen gerissenen Weidetiere binnen Jahresfrist befürchtet der Landesbauernverband Brandenburg. Während 2015 in Brandenburg insgesamt 97 von Wölfen angefallene Tiere erfasst worden seien, belaufe sich die Zahl der registrierten Risse in diesem Jahr bisher bereits auf 174. Hintergrund sei ein jährlicher Anstieg der Wolfspopulation in Brandenburg um 30 %.

Verbandspräsident Henrik Wendorff bekräftigte vor diesem Hintergrund seine Forderungen an die Landesregierung nach vollständiger Kostenübernahme für den Schutz der Tiere und die Begleichung aller wolfsbedingten Schäden. Zudem bedürfe es klarer, unbürokratischer und rechtssicherer Regelungen für den Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen.

„Wenn nur jeder zweite an die Landesverwaltung gemeldete Schadensfall überhaupt entschädigt wird und dann auch nur zu 80 % des Wertes, entzieht man uns Tierhaltern langsam aber sicher die Existenzgrundlage“, warnte der Verbandspräsident.

Positiv wertete Wendorff die von Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger angekündigten Maßnahmen zum besseren Schutz der Weidetiere. Unter anderem wolle der Minister im kommenden Jahr das Budget für Entschädigungszahlungen aufstocken und den aktuellen Wolfsmanagementplan evaluieren lassen. Der Verbandspräsident bekräftigte die Gesprächsbereitschaft des Berufsstands in Sachen „Wolf“. Voraussetzung sei aber, dass sich der Dialog an Fakten orientiere und mit allen Betroffenen geführt werde. AgE
09.12.16 06:43

Ministererlaubnis für Tengelmann-Übernahme gilt

Die Übernahme der Filialen von Kaiser's Tengelmann durch Edeka kann vollzogen werden. Wie das Bundeswirtschaftsministerium heute mitteilte, ist die Ministererlaubnis jetzt bestandskräftig, da Rewe die Klage dagegen beim Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf zurückgenommen hat, die Verträge notariell bekundet wurden und das Bundeskartellamt dies bestätigte. Ressortchef Sigmar Gabriel betonte, dass damit mehr als 15 000 Arbeitsplätze gesichert seien. Er dankte „allen Beteiligten, die an der Einigung mitgewirkt haben, insbesondere auch dem Schlichter, Altbundeskanzler Gerhard Schröder.


Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, nannte die Übernahme „aus wettbewerblicher Perspektive nicht erfreulich“. Das Ergebnis sei aber durch die in der Ministererlaubnis genannten Gemeinwohlgründe abgesegnet. Die geplante Weitergabe von 67 Standorten von Edeka an Rewe führe sogar wieder zu einer „relativen Wettbewerbsverbesserung“.

Der landwirtschaftliche Berufsstand hatte sich in der Vergangenheit wiederholt gegen die Fusion ausgesprochen und vor einer weiteren Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels gewarnt. AgE
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