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25.04.18 07:18

Verbraucher in Deutschland kaufen weniger Zucker

Der weltweite Zuckerkonsum ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und wird auch zukünftig weiter zunehmen. In Deutschland wird dagegen immer weniger Zucker verzehrt. Speziell der Verzehr zu Hause entwickelte sich stark rückläufig.

Getrieben wird der globale Trend durch den Bevölkerungszuwachs, vor allem in Asien, aber auch teilweise durch einen höheren Pro-Kopf-Verbrauch. In Deutschland entwickelte sich der Pro-Kopf-Verbrauch in den vergangenen Jahren dagegen leicht rückläufig. Einer aktuellen Studie der DLG e.V. zufolge, versuchen 59% der Verbraucher in Deutschland bewusst den Verzehr von Zucker beim Essen zu reduzieren. Besonders der Zuckerkonsum in den eigenen vier Wänden entwickelte sich, laut einer AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels, negativ. In den vergangenen sechs Jahren ist die Nachfrage nach Zucker demzufolge durchschnittlich um 4,1% zurückgegangenen. Das Haushaltspanel der GfK deckt zwar nicht den Gesamtmarkt für Zucker in Deutschland ab, sondern nur den Zu-Hause-Verzehr. Doch die Zahlen zeigen einen deutlichen Trend hin zu einem geringeren Zuckerkonsum, wenigstens zu einem geringeren Konsum an offensichtlichem Zucker. Dabei ist die Zahl der Käufer über die Jahre beinahe stabil geblieben. Vielmehr liegt es daran, dass Zucker seltener eingekauft wird. Kaufte im Jahr 2012 jeder Haushalt durchschnittlich noch etwa neun Mal Zucker ein, so ging diese Zahl bis 2017 auf etwa sieben Einkäufe zurück. (AMI)

20.04.18 11:54

Pommes frites erfreuen sich global sehr guter Nachfrage

Im Jahr 2017 legte der Frittenabsatz weltweit überdurchschnittlich stark zu. Während deutsche Hersteller beim Absatz in der EU das Nachsehen haben, gewinnen sie am Weltmarkt. Dort war der Verkauf auch Anfang 2018 sehr rege.
Im vergangenen Jahr ist der Absatz von Pommes frites sowohl am Welt- aus auch am EU-Markt kräftig gestiegen. Die mit Abstand meisten Pommes frites stammen in der EU bekanntlich aus den Niederlanden und aus Belgien. Ergänzt um die Lieferungen aus Deutschland summierten sich die Exporte im Jahr 2017 auf 4,44 Mio. t. Das waren 280.000 t mehr als im Vorjahr, womit die Steigerung deutlich kräftiger als im Schnitt der vergangenen 10 Jahre ausfiel.

Die meisten goldenen Stäbchen für den Weltmarkt stammen immer noch aus den Niederlanden ? 50 %. Belgien steuerte 2017 rund 44 % bei und Deutschland 6 %. Am EU-Binnenmarkt hat Belgien mit einem Anteil am Gesamtexport von 47 % die Niederlande im vergangenen Jahr überholt. Dazu hat beispielsweise ein Zuwachs von 9 % auf 272.000 t nach Großbritannien beigetragen. Großbritannien ist der größte Einzelmarkt für Fritten aus Westeuropa. Es folgen Frankreich, Spanien und Italien. Vom wachsenden EU-Binnengeschäft hat Deutschland 2017 nicht profitiert.

WELTMARKT IMMER WICHTIGER Am Weltmarkt legte der Frittenexport deutscher Hersteller im Vorjahr um 14 % auf 73.000 t zu, womit diese auch vom globalen Boom profitieren konnten. Den bedienen aber in der Hauptsache Verarbeiter in den Niederlanden (819.000 t) und in Belgien (557.000 t). Dort, wohin die meisten Pommes frites gehen, nämlich nach Saudi-Arabien und Brasilien, war der Absatz etwas schwächer, ansonsten floss aber oftmals deutlich mehr nach Asien, vor allem China, nach Südamerika und in arabische Staaten.

Im Fall Brasiliens mögen sich Anti-Dumping Zölle, welche die heimische Wirtschaft schützen sollen, negativ auswirken.

Die Abhängigkeit vom Weltmarkt nimmt zu. Während vor 10 Jahren der EU-Absatz dort nur 14 % der Gesamtverkäufe ausmachte, waren es zuletzt 33 %. Deutsche Hersteller kamen damals sogar nur auf 3 % Weltmarktabsatz und liegen heute bei 29 %. Mit Abstand größter Wettbewerber am globalen Markt sind die USA. (AMI)
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