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18.05.18 07:58

Deutschland: Sommergerstenfläche 29 % über Vorjahr

Es war bereits früh absehbar, dass aufgrund der massiven Beeinträchtigungen der Aussaat der Winterungen im Herbst 2017 das Anbauminus durch mehr Sommerungen ausgeglichen werden würde. Aber die Verteilung auf die einzelnen Arten blieb unklar.

Von den 236.000 ha, die im Vergleich zum Vorjahr nicht mit Winterweizen, -gerste, -raps und Roggen bestellt wurden, gingen allein 97.000 ha an Sommergerste. Damit wächst die Anbaufläche auf 436.500 ha. Das ist das größte Areal seit 6 Jahren. Bei einem Durchschnittsertrag von 54,4 dt/ha wäre eine potenzielle Ernte von 2,4 Mio. t möglich. Das wären 600.000 t mehr als im Vorjahr, käme aber bei weitem nicht an das Rekordergebnis von 2012 heran. Damals waren von 587.700 ha mit einem Ertrag von 56,4 dt/ha rund 3,3 Mio. t gedroschen worden.



14.05.18 06:02

Keine Umsatzbelebung am Rapsmarkt in Sicht

Nach wie vor geht es am deutschen Rapskassamarkt ruhig zu, gehandelt wird wenig. Einige Ölmühlen haben mittlerweile auf Soja-Crush umgestellt, denn die Rapsverarbeitung lohnt sich für viele nicht. Viele Ölmühlen in Deutschland und Europa haben mittlerweile auf die Verarbeitung von Sojabohnen anstelle von Raps umgestellt, weil sie hier bessere Margen erwarten können. Rapsöl lässt sich nach wie vor kaum in Richtung Biodieselindustrie vermarkten, zu groß ist der Angebots- und Preisdruck durch Biodieselimporte aus Argentinien und Indonesien. Sommerware steht im Fokus, Rapsmethylester wird so gut wie nicht mehr verwendet. Daran dürfte sich sobald auch nichts ändern. Ölmühlen befürchten, dass sich die Erlössituation mit Rapsöl in der zweiten Jahreshälfte kaum verbessern wird.

Verarbeiter zeigen mit der Umstellung auf Soja-Crush kaum noch Interesse für Raps der alten Ernte. Gleichzeitig geraten Landwirte in Deutschland, die teilweise immer noch große Mengen Ware bevorratet haben mit dem Näherrücken der Ernte 2018 zunehmend unter Zugzwang. Trotz Niedrigpreisen gibt es daher mehr Offerten. Mit dem wachsenden Vermarktungsdruck für die alte Ernte könnte die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage in den kommenden Wochen noch zunehmen und die Rapspreise weiter belasten. (AMI)
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